Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems, die aufgrund des Verlusts von Dopamin produzierenden Gehirnzellen in erster Linie die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt. Dopamin ist ein zentraler Neurotransmitter, der u. a. die Bewegung steuert.
Zentrales Nervensystem
Das zentrale Nervensystem (ZNS) ist die Hauptschaltzentrale des Körpers, bestehend aus Gehirn und Rückenmark. Es verarbeitet sensorische Informationen und steuert die willkürlichen Bewegungen. Die Parkinson-Krankheit ist eine Bewegungsstörung, die sich mit der Zeit verschlimmert, wobei die Symptome langsam beginnen. Das erste Symptom kann ein kaum wahrnehmbares Zittern in nur einer Hand oder manchmal in einem Fuß oder im Kiefer sein.
Die Parkinson-Krankheit kann jedoch auch zu Steifheit, verlangsamten Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen führen, wodurch das Sturzrisiko steigt.
Effektive Fußpflege bei Parkinson-Krankheit
Eine effektive Fußpflege bei Parkinson-Krankheit umfasst tägliche Kontrollen auf Schwellungen oder Hautveränderungen, Feuchtigkeitspflege zur Vorbeugung trockener Haut und das Tragen von stützenden, gut sitzenden Schuhen mit Verschluss, Klettverschluss oder Schnürsenkel, um Stürze zu vermeiden.
Medizinische Fußpflege bei Parkinson-Krankheit
Bei Mobilitätsproblemen oder Tremor sollten Parkinson Patienten einen Podologen bzw. einen medizinischen Fußpfleger aufsuchen, um ihre Zehennägel zu kürzen und verdickte Hornhaut entfernen zu lassen.
Behandlung der Parkinson-Krankheit
Die Behandlung der Parkinson-Krankheit konzentriert sich auf die Linderung der Symptome – vor allem motorische Probleme wie Zittern und Steifheit – durch eine Kombination aus Medikamenten, Therapien und Änderungen der Lebensweise.
Levodopa
Der Grundpfeiler der Behandlung der Parkinson Krankheit ist Levodopa, das den Dopaminspiegel im Gehirn wieder auffüllt. Eine Heilung ist zwar nicht möglich, aber Medikamente, Bewegung und tiefe Hirnstimulation (DBS) tragen dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten.
Carbidopa
Levodopa in Kombination mit Carbidopa, einem zentral wirksamen Decarboxylasehemmer, ist das wirksamste Medikament zur Linderung von Tremor, Rigidität und Bewegungsstörungen. Cardidopa verhindert den vorzeitigen Abbau von Levodopa außerhalb des Gehirns, wodurch mehr Wirkstoff die Blut-Hirn-Schranke erreicht und dadurch die Wirksamkeit von Levadopa steigt und periphere Nebenwirkungen wie Übelkeit reduziert werden.
Probleme mit Ihren Füßen bei Parkinson-Krankheit
Parkinson kann Probleme mit Ihren Füßen verursachen. Bei bestimmten Symptomen, wie unwillkürliche, anhaltende Muskelkontraktionen, die zu Verdrehungen, repetitiven Bewegungen oder solchen Fehlhaltungen führen, daß sich die Zehen unter den Fuß krümmen, kann es Ihnen auch schwer fallen, Ihre Füße selbst zu pflegen.
Allgemeine Tipps zur Pflege Ihrer Füße bei Parkinson-Krankheit
Waschen Sie Ihre Füße täglich in warmem – aber nicht heißem – Wasser mit Natron. Trocknen Sie Ihre Füße sorgfältig ab, insbesondere zwischen den Zehen. Wenn Ihre Zehen gekrümmt oder steif sind, versuchen Sie, kein Handtuch zwischen sie zu bekommen, sondern verwenden Sie stattdessen ein Babyfeuchttuch.
Haut feucht halten
Wenn Ihre Haut trocken ist, tragen Sie eine Feuchtigkeitscreme auf Ihre gesamten Füße auf, außer zwischen den Zehen, wobei Sie auch Olivenöl verwenden können. Tragen Sie die Feuchtigkeitscreme regelmäßig in kleinen Mengen auf – wenn möglich zweimal täglich.
Harte Haut
Entfernen Sie etwas harte Haut an den Fußsohlen, indem Sie sie sanft mit einem Bimsstein oder einer Fußfeile abreiben. Verwenden Sie Fußfeilen, wenn die Haut trocken ist. Bei nassen Füßen ist es schwieriger, harte Haut zu erkennen, was zu übermäßigem Feilen führen kann. Wenn Sie viel und sehr dicke Hornhaut haben, wenden Sie sich an einen Podologen bzw. medizinischen Fußpfleger.
Zehennägel
Ihre Zehennägel sollten Sie wöchentlich mit einer Nagelfeile kürzen. Schneiden Sie Hühneraugen, Hornhaut oder eingewachsene Nägel nicht selbst und behandeln Sie sie nicht mit Hühneraugenpflastern. Diese enthalten starke Säuren, die bei unsachgemäßer Anwendung zu Verbrennungen oder Geschwüren führen können.
Vermeiden Sie Nagelscheren, da diese scharf sind, insbesondere wenn Sie unter Zittern oder unwillkürlichen Bewegungen leiden. Verwenden Sie stattdessen ein- bis zweimal pro Woche eine Nagelfeile.
Einrisse
Lassen Sie Hautrisse oder ungewöhnliche Veränderungen so schnell wie möglich behandeln. Setzen Sie Ihre Füße keinen extremen Temperaturen und Feuchtigkeit aus. Treiben Sie nach Möglichkeit leichte körperliche Aktivitäten, um die Durchblutung Ihrer Füße zu verbessern.
Schuhe
Verlängern Sie die Lebensdauer und Passform Ihrer Schuhe, indem Sie einen Schuhlöffel und Schuhspanner verwenden. Versuchen Sie, nicht immer dieselben Schuhe zu tragen. Dies verlängert die Lebensdauer jedes Paares und kann das Risiko einer Pilzinfektion verringern.