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Arg viel Hornhaut

Arg viel Hornhaut auf der Fußsohle bei ausgetrockneten Füßen

Unsere Füße haben mehr Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter als jeder andere Körperteil. Sie scheiden ständig Schweiß aus, nicht nur als Reaktion auf Hitze oder Sport, sondern um die Fußsohlen feucht und geschmeidig zu halten. Mit 250.000 Schweißdrüsen neigen die Füße dazu, mehr zu schwitzen als andere Körperteile.

Da Fußschweiß im Allgemeinen als unangenehm empfunden wird, unternehmen betroffene unterschiedlich große Anstrengungen, um Fußschweiß zu unterdrücken. Salicyl-Benzin, eine Mischung aus Salicylsäure und Reinigungsbenzin, wurde traditionell äußerlich auf die Fußsohlen aufgetragen zur Behandlung von Schweißfüßen eingesetzt, da es hautschälend, desinfizierend und schweißhemmend wirkt.

Salicyl-Benzin hilft, die Hornhaut zu reduzieren, die oft für den unangenehmen Geruch verantwortlich ist, indem sich Bakterien darin vermehren, denn Salicylsäure löst abgestorbene Hornhaut, was den Bakterien den Nährboden entzieht.

So eine intensive, schweißhemmende Behandlung der Füße führt mit der Zeit zu einer Austrocknung der Haut, insbesondere, wenn sie nicht gleichzeitig mit einem befeuchtenden Produkt behandelt wird, wie sie in der untenstehende Abbidlung sehen können.

Ausgetrocknete, große Hornhautschuppen an der Ferse

Arg viel Hornhaut bei Immuntherapie wegen Krebs

Keytruda (Pembrolizumab), ein Immun-Checkpoint-Inhibitor (Anti-PD-1-Therapie), der zur Behandlung verschiedener bösartiger Tumoren eingesetzt wird, kann dermatologische, immunbedingte Nebenwirkungen verursachen, darunter seltene Fälle von Hyperkeratosen an den Füßen.

Unter Hyperkeratosen versteht man verdickte Hornhaut. Es wurden Fälle beobachtet, in denen Patienten, die PD-1-Inhibitoren wie Pembrolizumab verabreicht erhielten, dicke, hyperkeratotische Plaques an den Fußsohlen entwickelten, manchmal begleitet von schmerzhafter, sich schälender Haut.

Stark verhornte Areale auf der Fußsohle bei Immuntherapie wegen Blasenkrebs

Was auch immer die Ursache für Ihre stark verhornte Haut an den Füßen ist. Dr. Schlappack hat eine Behandlung für Sie bereit, die wie folgt abläuft:

1. Ein spezieller, keratolytischer Cocktail, nach einer Rezeptur von Dr. Schlappack, wird auf die verdickten, eingetrockneten Hornhautareale auf die Fußsohlen Ihrer Füße aufgetragen.
2. Während der keratolytische Cocktail einwirkt, werden die Zehennägel gekürzt.
3. Danach wird die aufgeweichte Hornhaut mit einer e-Feile schonend abgeschabt.
4. Sie erhalten ein befeuchtendes Fußbad mit Natron und Bio-Latschenkieferöl.
5. Die von der trocken, verdickten Hornhaut befreiten Füße werden mit Sheabutter eingecremt.

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Hyperkeratose, verstärkte Verhornung der Fersen

Trockene, verdickte Hornhautschuppen an der Ferse mit Einrissen
Trockene, verdickte Hornhautschuppen an der Ferse mit Einrissen

Eine verstärkte Verhornung, Hyperkeratose, der Fersen ist durch Hornhautbildung, einer Verdickung der äußeren Hautschicht, des sogenannten Stratum corneums, aufgrund von übermäßigem Druck und Reibung im Schuh sowie Trockenheit gekennzeichnet. Die Trockenheit der hyperkeratotischen Haut an der Ferse führt häufig zu Rötungen, trockener Schuppenbildung und feinen, schmerzhaften Einrissen der Haut, die auch Rhagaden genannt werden.

Rhagaden, Einrisse an den Fersen

Fissuren an den Fersen, die tief in die Haut bis in die Dermis reichen, zerstören die Schutzbarriere der Haut und können zu Infektionen und anderen Komplikationen führen. Solche Einrisse an den Fersen treten häufig bei Diabetikern auf, insbesondere bei Patienten mit autonomer Neuropathie, die zu übermäßiger Trockenheit und Rissbildung führt, wodurch sie noch anfälliger für Infektionen werden.

Keratolytischer Cocktail

Ein „keratolytischer Cocktail“ ist eine Wirkstoffkombination, die hornlösende, keratolytische Eigenschaften besitzt. Ein keratolytischer Cocktail dient dazu, die äußeren Hautschichten aufzubrechen, vertrocknete, abgestorbene Hautzellen der obersten Hornschicht aufzulösen und die Dicke von Plaques zu verringern.

Dr. Schlappack’s keratolytischer Cocktail besteht aus folgenden keratolytischen Verbindungen: Salicylsäure, Glykolsäure und Harnstoff.

Salicylsäure

Salicylsäure kommt in einer Vielzahl von Pflanzen vor und wurde ursprünglich aus Weidenrinde gewonnen. Da Salicylsäure hornhautlösend, entzündungshemmend und antimikrobiell wirkt, wird sie zur Bekämpfung von Warzen, Hühneraugen und Hornhaut eingesetzt.

Die keratolytische Wirkung einer Behandlung einer hyperkeratotischen Ferse wurde auch durch eine Studie von Bikowski gezeigt, in der er eine 43-jährige Frau mit schmerzhafter Trockenheit und Schuppenbildung an den seitlichen und hinteren Bereichen beider Fersen mit einer 6 % salicylsäurehältigen Creme zweimal täglich behandelt hat, was sich nach 2 Wochen Behandlung in einer Verringerung der Trockenheit, Schuppung und Hyperkeratose zeigte.

Nach 4 Wochen Behandlung mit der 6 % salicylsäurehältigen Creme zweimal täglich hatte die Patientin keine Schmerzen mehr und die Ferse erschien glatt und weich.

Ferse nach Behandlung der eingetrockneten, verdickten Hornhaut mit keratolytischem Cocktail
Ferse nach Behandlung der eingetrockneten, schuppenden, verdickten Hornhaut mit keratolytischem Cocktail

Glykolsäure

Glykolsäure ist eine starke Alpha-Hydroxysäure (AHA) und ein hochwirksames
keratolytisches Mittel, d. h. sie löst den „Klebstoff“, die Desmosomen auf, der abgestorbene Hautzellen zusammenhält. Aufgrund ihrer geringen Molekülgröße dringt Glykolsäure tief in die Haut ein, um durch Abschilferung den Überschuss an Keratin abzubauen.

Harnstoff, Urea

Harnstoff ist ein Molekül, das Wasser absorbieren kann. Es ist unerlässlich für eine ausreichende Hydratation und Integrität der Hornschicht. Eine Verringerung der hygroskopischen Kapazität der Haut kann die Epidermisproliferation deregulieren und die Hautabschuppung hemmen, was zu Hyperkeratose führt.